Wertstoffhofumbau wirft Schatten voraus
01.Maik Kowalleck

Maik Kowalleck fordert Bürgerbeteiligung

Der Saalfelder Stadtrat Maik Kowalleck beobachtete am vergangenen Samstag chaotische Zustände rund um den Saalfelder Wertstoffhof. Der Verkehr staute sich gegen Samstagmittag bis zur Brauhauskreuzung, da Autos nur beschränkt per Bauzaunschranke Einlass gewährt wurde. Zahlreiche Menschen schafften entnervt ihren Grünschnitt vom nahegelegenen Parkplatz auf das Gelände. Andere Bürger fuhren unverrichteter Dinge davon. Ein Zustand, den Kowalleck als jahrelanger Nutzer des Wertstoffhofs so noch nie erlebt hat.

Seine Erfahrung veröffentlichte er noch am Wochenende in einem Facebook-Beitrag und bekam zahlreiche Hinweise weiterer Nutzer, die ihr Unverständnis für die Situation ausdrückten.

Bereits seit geraumer Zeit steht die Umgestaltung des Saalfelder Wertstoffhofs in der Diskussion. Nach Informationen des Landratsamtes soll sich der Beginn der geplanten Umbaumaßnahmen voraussichtlich auf das Frühjahr 2021 verschieben. Eine Neuplanung und Sanierung des Wertstoffhofes begrüßt Kowalleck ausdrücklich. Die Schlaglöcher am Ausgangsbereich seien nicht länger hinnehmbar. Von einer übersichtlichen und praktischen Neustrukturierung des Wertstoffhofs mit besseren hygienischen und arbeitstechnischen Bedingungen würden sowohl Gebührenzahler als auch die Mitarbeiter profitieren.

Nach den am letzten Wochenende gemachten Erfahrungen befürchtet Kowalleck jedoch ein Chaos am jetzigen Standort. Die Bauzaunschranke habe bereits gezeigt, dass eine Schrankenlösung den umliegenden Verkehr lahmlegen könne. Ziel müsse letztendlich eine Verkehrsführung sein, die eine zügige Ablieferung vor Ort ermögliche.

Kowalleck fordert deshalb eine Bürgerbeteiligung, um praktische Vorschläge von Nutzern in die Umbaupläne einzubeziehen. Wenn die Bauarbeiten erst abgeschlossen sind, sei es dafür zu spät.

„Für die Bürger ist der Saalfelder Wertstoffhof systemrelevant. Das haben gerade die Monate im Corona-Lockdown ausdrücklich gezeigt. Die Voraussetzungen für die Nutzer und die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter müssen ganz klar verbessert werden. Chaotische Zustände wie am Wochenende dürfen kein Dauerzustand sein. Der Stau auf die umliegenden Straßen und entsprechende Verkehrsbehinderungen müssen verhindert werden. Wir brauchen vor Ort ein sinnvolles Nutzungskonzept. Deshalb fordere ich eine Beteiligung der Bürger bei der Planung des Wertstoffhofes“, so Maik Kowalleck, der sich im Saalfelder Stadtrat und im Kreistag für eine tragbare Lösung mit Bürgerbeteiligung einsetzen will.