CDU fordert Digitalisierungsstrategie für Schulen
Martin Friedrich

Immer mehr Eltern beschweren sich über die Probleme bei der Digitalisierung im Bereich der Bildungseinrichtungen. Auf die Vorschläge und Hinweise der Eltern, Lehrer und Schüler geht die CDU-Kreistagsfraktion mit einem Antrag ein und fordert vom Landkreis eine Digitalisierungsstrategie für Schulen.

Berichte über Beendigung der IPad-Klassen am Böll-Gymnasium, regelmäßiger Ausfall der Internetverbindung an der Regelschule Neusitz und fehlende Mittel für die WLAN-Verbindung am Gorndorfer Gymnasium nennen die Christdemokraten beispielhaft, wobei dies natürlich keine abschließende Aufzählung sei. Hinzu käme, dass Anträge von Schulen gestrichen werden, „weil zu geringe Internetgeschwindigkeiten das Betreiben zusätzlicher Endgeräte (PCs, interaktive Tafelsysteme) verhindern bzw. der Netzwerkausbau innerhalb der Schulgebäude nicht gewährleistet ist“, so die Antwort des Landrates auf eine Anfrage im Kreistag.

„Oftmals scheitert der digitale Unterricht im Landkreis schon an einer stabilen und schnellen Internetverbindung. Mit Recht gehen die betroffenen Eltern und Lehrer deshalb auf die Barrikaden. Gerade in den vergangenen Monaten der Coronakrise haben wir gesehen, wie dringend notwendig eine bessere Ausrüstung unserer Schulen mit schnellem Internet und modernen Computern ist. Bund und Land leisten hier einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung. Unser Landkreis muss dabei eine Vorreiterrolle einnehmen“, so Fraktionsmitglied Martin Friedrich.

Thüringen erhält im Rahmen des Sofortausstattungsprogramm des Digitalpakts Schule circa 13 Millionen Euro Bundesmittel und leistet einen Eigenanteil von einer Million Euro.

Ziel des Sofortausstattungsprogramms ist es, allen Schülern die Teilhabe am digitalen Unterricht in der Zeit des eingeschränkten Schulbetriebs zu ermöglichen und dafür bei Bedarf Leihgeräte zur Verfügung zu stellen.

Auf Initiative des Landtagsabgeordneten Maik Kowalleck wird die CDU-Kreistagsfraktion einen Antrag an den Kreistag und seine Ausschüsse stellen. Ziel ist es, dass der Kreistag ein klares Bekenntnis zur Digitalisierung in Richtung der Schulen abgibt. Weiterhin sollen zukünftige Initiativen für ein schnelles Internet und moderne Computer für die Schulen des Landkreises initiiert und gefördert werden.

„In unserem Landkreis muss die Zukunft unserer jungen Generation wesentlich mehr Priorität haben. Eine bessere technische Ausstattung unserer Schulen darf nicht auf Landkreisebene scheitern“, so Maik Kowalleck abschließend.